Boxspringbetten für gesundes Schlafen
Woher kommen Boxspringbetten?
Die Ursprünge des Boxspringbetts reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, als es in den USA entwickelt wurde. Daher wird es auch gern als amerikanisches Bett bezeichnet. Ziel war es, besonders den Hotelgästen ein komfortables Liegegefühl und hohen Schlafkomfort zu bieten. Von dort aus verbreitete sich das Boxspring Bett zuerst nach Großbritannien und dann nach Skandinavien, wo es schnell in die Schlafzimmer der Menschen Einzug hielt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Boxspring System technisch weiterentwickelt: aus einfachen Bonellfedern wurden langlebige Taschenfederkerne, aus schweren Wollauflagen moderne Topper, und das klassische Holzgestell wurde zunehmend gepolstert und optisch verfeinert. Heute steht das Boxspringbett für ein luxuriöses, ergonomisch durchdachtes Konzept und hat sich in vielen Ländern als moderne Alternative zum traditionellen Bett mit Lattenrost etabliert.
Komponenten eines Boxspringbettes
Ein Boxspringbett setzt sich aus mehreren wichtigen Komponenten zusammen, die ihm seine besonderen Eigenschaften verleihen. Der Hauptunterschied zum klassischen Schlafsystemen liegt im Wesentlichen darin, dass das Lattenrost durch die gefederte Box ersetzt ist. Die Hauptbestandteile sind:
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Untergestell: Das solide Fundament des Boxspringbettes, oft als Box oder Boxbett bezeichnet. Es besteht in der Regel aus einem stabilen Holzrahmen, der mit einem Federkern bestückt ist und für die notwendige Stabilität sorgt.
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Boxspringmatratze: Diese Matratze wird direkt auf das Untergestell gelegt. Sie bietet im Zusammenspiel mit der Box eine hervorragende Unterstützung und passt sich optimal und punktelastisch an den Körper an, so dass ein überaus komfortables Liegegefühl entsteht.
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Topper: Eine zusätzliche, meist weichere Auflage, die auf die Boxspringmatratze gelegt wird. Er dient dazu, den Liegekomfort gezielt zu verbessern, Druckstellen zu reduzieren und die Schlafoberfläche an persönliche Bedürfnisse anzupassen. Topper sind häufig in verschiedenen Materialien erhältlich, wie z.B. Kaltschaum oder viskoelastischen Schaum.
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Bettkasten: Ein Boxspringbett mit Bettkasten ist eine effektive Lösung, da sie zusätzlichen Stauraum bietet. Darin lassen sich viele sperrige Gegenstände oder Bettzeug verstauen, die im Kleiderschrank keinen Platz finden. Der zusätzliche Stauraum bedingt in Abhängigkeit der Konstruktion allerdings mehr oder weniger hohe Bettseiten.
Welche Vorzüge bieten Boxspringbetten im Vergleich zu traditionellen Schlafsystemen?
Boxspringbetten bieten zahlreiche Vorzüge im Vergleich zu traditionellen Schlafsystemen, die den Schlafkomfort erheblich verbessern. Ein essenzielles Merkmal der Boxspringbetten ist die sehr gute Punktelastizität, die durch das Zusammenspiel der übereinander gelagerten Matratzen entsteht. Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass der Körper in jeder Schlafposition bestmöglich abgestützt wird. Besonders für Seitenschläfer, die auf eine optimale Unterstützung von Schulter und Hüfte angewiesen sind, ist ein Boxspringbett ideal. Verspannungen werden so vermieden, was zu einem erholsameren Schlaf und damit mehr Lebensqualität beiträgt.
Ein weiterer Vorteil von Boxspringbetten ist die meist hohe Bettseite, die den Ein- und Ausstieg erleichtert. Dies ist praktisch für ältere Menschen und für Personen mit körperlichen Einschränkungen.
Die gute Luftzirkulation, die durch die spezielle Bauweise eines Boxspringbettes entsteht, trägt ebenfalls zur Schlafqualität bei. Sie sorgt dafür, dass Feuchtigkeit abtransportiert wird und ein angenehmes Schlafklima entsteht. Daher eignet es sich gut für all jene, die stark zum Schwitzen neigen.
Wie unterscheiden sich Boxspringbetten in Bezug auf ihre Federungssysteme?
Im Allgemeinen gibt es bei Boxspringbetten zwei Hauptkomponenten, die die Federung beeinflussen: den Unterbau (Boxspring) und die Matratze.
Der Unterbau eines günstigen Boxspringbettes ist oft mit einem Bonell-Federkern ausgestattet, der eine gute Grundunterstützung bietet. Da die tonnenförmigen Federn aber nicht einzeln agieren, sondern miteinander verbunden sind, gestaltet sich das Einsinken eher flächig. Höherwertige Modelle hingegen verwenden einen Taschenfederkern, der mit einzeln arbeitenden kleinen Federn eine bessere Anpassungsfähigkeit und Punktelastizität gewährleistet.
Bei der Boxspringmatratze gilt es, zwischen einer Federkern-Matratze oder einer Schaummatratze zu wählen. Die Faustregel zu Federkernmatratzen besagt: Je mehr Federn verwendet werden, desto höher ist die Punktelastizität der Matratze und desto besser der Schlafkomfort. Diese schwankt zwischen 500 und 1000 Federn bezogen auf eine Liegefläche von 90x200 cm. Empfehlenswert sind Federkern-Matratzen für alle, die eher härter schlafen möchten und für besonders schwere und stark schwitzende Personen, da der Zwischenraum zwischen den Federn Körperwärme und Feuchtigkeit besser ableitet. Wenn Sie bereits Probleme mit dem Rücken haben und in Langlebigkeit investieren möchten dann sollten Sie in eine Matratze mit möglichst vielen Taschenfedern investieren.
Schaum-Matratzen sind ideal für Menschen, die eher weich liegen möchten, wie Seitenschläfer oder Personen mit Gelenkproblemen, da sie dem Körper erlauben, besser einzusinken. Neben der Art des Schaumes gilt das Raumgewicht als ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für Festigkeit.
- 30-40 kg/m³ für einfache, günstigere Matratzen
- 40-50 kg/m³ für gute Qualität
- 50-60 kg/m³ für sehr hohe Qualität mit langer Lebensdauer
Die einfachste und preiswerteste Qualität gewährt der Komfortschaum. Dieser bietet ein weiches bis mittelfestes Liegegefühl, eine schnelle Bewegungsrückstellung nach Belastung und ist weniger atmungsaktiv. Kaltschaummatratzen überzeugen durch eine hohe Formstabilität und Langlebigkeit. Bei sehr guter Punktelastizität und Druckentlastung punkten sie aufgrund der offenporigen Struktur auch noch durch eine hohe Atmungsaktivität. Wenn Sie gern warm und weich schlafen, empfiehlt sich der Visco-Schaum. Da die Rückstellung nach Belastung extrem langsam erfolgt, wird er auch gern als Memory-Schaum bezeichnet. Er wird gern orthopädisch und druckentlastend für Menschen eingesetzt, die bereits über Rücken- und Gelenkprobleme klagen. Wärme wird bei Viscoschaum-Matratzen sehhr gut gespeichert, so dass sie sich für schwitzende Menschen eher nicht eignen.
Welche Rolle spielt der Topper in einem Boxspringbett?
Der Topper wird als 3. Komponente des Boxspringbettes auf die Matratze gelegt und rundet den Schlafkomfort ab. Besonders in Verbindung mit einer Federkernmatratze gestaltet sich die Liegefläche weicher bei trotzdem festen Liegekomfort. Beim Doppelbett kaschiert er außerdem die Besucherritze, die bei 180x200 oder 200x200 cm großen Betten entsteht und sorgt so für eine gemütliche durchgehende Liegefläche. Im weiteren kann man den Topperbezug meist abnehmen und waschen - perfekt für den Allergiker. Er ist im Vergleich zu Matratzenbezügen weniger groß und bereitet daher keine Probleme für die Waschmaschine. Spezielle Spannlaken für den Topper lassen den Blick frei für einen dekorativen Bezug, der speziell an den Außenseiten der Matratze sonst meist verdeckt wird.
Ein Topper kann dank verschiedener Qualitätsmerkmale des Topperkerns auch weitere Vorteile bieten, etwa eine verbesserte Regulierung der Schlaftemperatur. Nachfolgend eine kurze Übersicht zu den meist verwendeten Materialien.
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Komfortschaum:
Dieser Topper bietet eine bequeme und gleichmäßige Unterstützung. Er ist oftmals die preisgünstigste Variante und eignet sich gut für Menschen, die einen mittelfesten Liegekomfort bevorzugen.
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Kaltschaum:
Kaltschaum-Topper sind besonders atmungsaktiv und bieten eine hervorragende Körperanpassung. Sie sind ideal für Personen, die Wärmeempfindlichkeit haben, da sie eine gute Luftzirkulation gewährleisten.
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Viscoschaum:
Diese Topper sind bekannt für ihre hervorragende Druckentlastung. Sie passen sich der Körperform an und können den Schlafkomfort erheblich steigern, insbesondere für Seitenschläfer.
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Gelschaum:
Gelschaum-Topper kombinieren die Vorteile von Kaltschaum und Viscoschaum. Sie sind besonders anpassungsfähig und bieten gleichzeitig eine kühlende Wirkung, was sie zur idealen Wahl für Menschen macht, die nachts zum Schwitzen neigen.
Auch spezielle Bezugsstoffe perfektionieren die Schlafumgebung nach Ihren Prämissen. In einen Topper Bezug mit Silvercare sind echte Silberfäden eingewebt, die dank ihrer antibakteriellen Wirkung das Risiko von Hausstaubmilben und Gerüchen minimieren. Achten Sie also bei der Auswahl des Toppers nicht nur auf den Kern sondern auch auf den richtigen Bezug.
Wie kann ich das Boxspringbett optisch auf meine vorhandene Einrichtung abstimmen?
Um Ihr Boxbett optimal auf Ihre vorhandene Einrichtung abzustimmen, sollten Sie verschiedene Aspekte berücksichtigen.
Bettgröße:
Achten Sie besonders im kleinen Schlafzimmer darauf, dass Sie das Bett nicht so groß wie möglich, sondern nur so groß wie nötig wählen. Bedenken Sie die Funktionalität von Schränken, Kommoden und die Zugänglichkeit zu Fenstern. Ein zu groß gewähltes Bett kann den Raum schnell erdrücken, zumal die hohen Bettseiten und der kompakte Boxspring Aufbau diese Wirkung noch potenzieren. Manchmal ist es ratsam, von der Standardgröße 180x200 auf das kleinere Doppelbett 160x200 cm auszuweichen.
Farbwahl:
Zuallererst analysieren Sie die bestehende Schlafzimmereinrichtung. Dominieren eher dunklere und intensiv gemaserte Möbel, lässt sich mit einem beigen Bett ein gemütlicher warmer Kontrast schaffen. Aber auch ein Modell in hellem Grau fügt sich stilvoll in das Ambiente ein. Zu hellen oder weißen Schlafzimmermöbeln passt ein dunkles Grau oder Braun. Wählen Sie den Stoff aber nicht zu dunkel, wenn Sie sich über jeden Fussel ärgern würden. Schon kleine Partikel lassen sich darauf leider sehr gut erkennen. Wer es modern und peppig mag, kann mit knalligen Farben wie rot, grün oder blau tolle Akzente setzen, empfehlenswert besonders bei einem Schlafzimmer, wo Weiß das Ambiente bestimmt.
Design:
Der Gesamteindruck eines Boxspring Bettes wird wesentlich vom Design des Kopfteils bestimmt. Ein hohes oder großzügig gepolstertes Kopfteil vermittelt Eleganz, Gemütlichkeit und Geborgenheit. Hier gilt, dass die Höhe mit der Gesamthöhe des Schlafzimmers harmonieren muss. Für Raumhöhen von 240-260 cm sollte das Kopfteil nicht höher als 110 cm sein. Verspielte Details wie aufwendige Steppungen oder großzügige Rundungen kombinieren Sie bitte nur mit schlichten Möbelstücken, so dass das Kopfteil als zentrales Designelement dienen kann.